Solarwärme verlängert Freibadsaison

Foto: www.solartechnikberater.de

Bereits ein Viertel der öffentlichen Freibäder wird solar beheizt / Geringe Kosten, keine Emissionen / Auch Privatleute nutzen Solarwärme für Schwimmbadheizung

Berlin – Schöne Spätsommertage laden dazu ein, vor Beginn der kalten Jahreszeit noch einmal unter freiem Himmel schwimmen zu gehen. Um auch bei kühleren Außentemperaturen angenehme Wassertemperaturen bieten zu können, setzen viele Kommunen auf solare Heizsysteme. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) wird in Deutschland bereits jedes Vierte der rund 3.500 öffentlichen Freibäder mit Solarwärme beheizt. Auch viele private Poolbesitzer nutzen die Vorteile der .

„Solarwärme eignet sich hervorragend, um das Wasser den ganzen Sommer über auf angenehmer Temperatur zu halten und die Freibadsaison klimafreundlich zu verlängern. Die zuverlässige Technik verursacht kaum laufende Kosten, die massiven Einsparungen gegenüber einer Öl- oder Gasheizung sorgen für eine rasche Amortisation“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar in Berlin. Die jährliche Einsparung von tausenden Litern Heizöl oder entsprechender Mengen Gas mache sich nicht nur in einer verbesserten Klimabilanz bemerkbar. „Niedrige Betriebskosten helfen, den Freibadbetrieb zu sichern und die Eintrittspreise stabil zu halten.“

Das Prinzip der solaren Schwimmbadheizung ist denkbar einfach: Schwarze Gummimatten mit Wasserkanälen, sogenannte Solarabsorber, werden an sonnigen Stellen montiert und über Kunststoffrohre mit dem Becken verbunden. Sobald das Wasser hindurchfließt, wird es aufgewärmt. Eine zusätzliche Isolierung oder ein Wärmespeicher sind nicht notwendig. Bei kleineren Anlagen reicht die ohnehin vorhandene Filterpumpe aus. Entscheidend für die Wassertemperatur ist das Verhältnis von Beckengröße und Absorberfläche. Es lassen sich bereits angenehme Temperaturen mit Solaranlagen erreichen, die nur halb so groß sind wie die Wasseroberfläche des zu beheizenden Pools. Dementsprechend kann die Badesaison bei kleinen Privatpools bereits mit relativ geringer Absorberfläche günstig und klimafreundlich verlängert werden.

Von Schwimmbadabsorbern zu unterscheiden sind Flach- und Röhrenkollektoren. Sie kommen ganzjährig zum Einsatz und erreichen deutlich höhere Temperaturen. In der Regel werden sie mit einem Speicher kombiniert, sodass die Wärme rund um die Uhr zur Verfügung steht. Schon über zwei Millionen Haushalte und Betriebe nutzen Solarkollektoren, um ihr Brauchwasser zu erhitzen, die Heizung zu unterstützen oder die Wärme für industrielle Prozesse zu gewinnen. Sie schützen damit nicht nur das Klima, sie machen sich auch unabhängiger von teuren Energieimporten und sparen bares Geld. Denn mehr als 80 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt entfallen auf die Bereiche Raumheizung und Warmwasser.

„Wer bereits in der bevorstehenden Heizperiode preisgünstige und klimafreundliche Solarwärme genießen und weniger Öl oder Gas verbrennen möchte, sollte jetzt aktiv werden“, sagt Carsten Körnig. Aktuell sei der Umstieg auf Solarwärme besonders attraktiv, da die Bundesregierung die Zuschüsse deutlich erhöht habe. Die Fördertöpfe seien jedoch begrenzt.

Der Einbau einer Solaranlage zur Unterstützung der Raumheizung wird nun mit mindestens 2.000 Euro gefördert. Für eine Anlage zur Warmwasserbereitung beträgt der Mindestzuschuss 500 Euro. Auch viele weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Austausch oder der Erneuerung der Heizungsanlage werden großzügig unterstützt. Weitere Informationen über Technik und Förderung, ein Video mit Anwendungsbeispielen sowie eine Handwerkersuche bietet die Seite www.solartechnikberater.de.

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