Energetische Sanierung spart 50 Prozent

Mit einem Nutzungsgrad von bis zu 99 Prozent erreicht das neue Öl-Brennwertgerät die höchstmögliche Effizienz. Es lässt sich auch mit einer Smartphone-App überwachen und steuern. Fotos: bpr/IWO

Runter mit den Heizkosten

Kommen Häuser in die Jahre, zeigt sich das oft an den steigenden Heizkosten. Immer mehr Eigentümer entscheiden sich daher für eine energetische Modernisierung. Dass sich der Energiebedarf dadurch halbieren kann, beweist das Beispiel der Familie Reuter in Berlin-Spandau. In ihrem 1972 erbauten Einfamilienhaus wurde das Heizsystem erneuert und durch eine innovative Lösung zur Nutzung von Ökostrom ergänzt. Zusätzlich wurde die Gebäudedämmung im Obergeschoss verbessert.

Hausbesitzer Rolf Dieter Reuter berichtet, warum er sich zu einer energetischen Sanierung entschloss: „Beim Blick auf die Jahresabrechnung der Heizkosten war mir schnell klar, dass wir handeln mussten. Die jetzt vorhandene Verbindung von modernster Öl-Brennwerttechnik mit Erneuerbaren Energien bildet für mich eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Einheit. Prima, dass ich dabei auch Ökostrom nutzen kann.“

Durch die Modernisierung sank der jährliche Heizölbedarf um knapp die Hälfte von rund 3.600 Litern auf gut 1.800 Liter. Das neue Heizsystem trägt einen großen Teil zur Energieeinsparung bei. Es besteht aus einem Öl-Brennwertkessel im Keller des Hauses und einem Elektroheizstab mit einer Leistung von 2 Kilowatt (kW) im Wärmespeicher. Hinzu kommt eine knapp 40 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf der Südseite des Daches. Im Zuge der Sanierung wurde außerdem die Wärmedämmung im Obergeschoss verbessert und es wurde eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert.

Der 17 Jahre alte Heizkessel wich einem modernen Öl-Brennwertgerät. Mit einem Nutzungsgrad von bis zu 99 Prozent erreicht die neue Ölheizung die höchstmögliche Effizienz. Auch in Sachen Heizungsregelung ist Familie Reuter in der Zukunft angekommen: Mit einer Smartphone-App lässt sich die aktuelle Leistung des Brennwertgeräts überwachen und steuern. Der neue Stahltank fasst 4.000 Liter Heizöl, also den Brennstoffvorrat für mehr als zwei Jahre.

Das innovative Highlight der Modernisierung: Durch den Elektroheizstab kann überschüssiger Ökostrom aus der Photovoltaikanlage oder aus dem Stromnetz in Wärme umgewandelt und somit gespeichert werden. Der Elektroheizstab funktioniert ähnlich wie ein Tauchsieder. Er heizt das Heizungswasser im 500 Liter fassenden Pufferspeicher auf. Die Wärme wird gespeichert und bei Bedarf an das Heizsystem abgegeben. Den aus der eigenen Photovoltaikanlage gewonnenen Strom verwenden die Bewohner zwar in erster Linie für Haushaltsgeräte, steht mehr Strom zur Verfügung, als gerade verbraucht wird, kann er aber zum Heizen genutzt werden.

Die Maßnahmen zur Halbierung des Primärenergiebedarfs kosteten insgesamt rund 68.000 Euro. Dafür erhielten die Reuters einen Zuschuss des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO), das im Rahmen eines Modernisierungswettbewerbs ausgewählte Objekte gefördert hat.

 

Mehr Informationen zum Heizen mit Öl und Erneuerbaren Energien gibt es auf www.zukunftsheizen.de.

Autor: Schaal.Trostner Kommunikation

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